Allgemein

„Kosmisches Fühlen“…

…ist – beziehungsweise war – etwas sehr Alltägliches, das so normal war, dass wir es kaum wahrgenommen hatten. Mir jedenfalls ging es so. Mit „kosmischem Fühlen“ ist kein besonderer Zustand gemeint, der anhand von Übungen oder Ritualen erst herbeigeführt werden soll, sondern ein normales Verbunden-Sein im Seelischen mit dem nahen wie auch entfernten Umfeld, bis hinein sogar in unendliche, kosmische Weiten.

Es war normal über den Atem mit der Welt und der Umgebung verbunden zu sein. Das Fühlen der Leichtigkeit und Weite, das Integriert-Sein im offenen Raum, die Luft überall, in mir und um mich herum war eine gegebene Selbstverständlichkeit, so dass es einem inneren Absturz glich, als der freie Fluss der Atembewegung plötzlich auf feuchte, undurchdringliche Wände im Gesicht stieß, welche nicht nur die Luft, sondern auch das Bewusstsein hinter einer Stoffbarriere stauten.

„Tunnelbewusstsein“ entsteht, wenn die Seele auf den Körper zurückgeworfen wird

Erst jetzt wurde mir die Weite gewahr, in der sich mein Atem – und mit ihm das Bewusstsein – ehemals bewegten! Die Schwerelosigkeit im Strömen, das weite Hinausschwingen und zu mir selbst in eine individuell ausstrahlende, fühlbare Mitte Zurückkehren, das Berührtsein von etwas, das außerhalb meiner liegt…

Die Sonne als Sinnbild einer ausstrahlenden Mitte im Menschen

„Ich lebe!“ jubillierte es in leisen ungehörten Tönen. Und dieses „Ich“ in mir will etwas. Jetzt aber fühlt sich der Atem wie mechanisiert an und „tot“. Der Körper ähnelt einer Maschine, er bringe – so sagt man – das Leben hervor. Ist das wirklich so? Die Atembewegung ist auffallend schwer geworden und zur reinen Körperangelegenheit reduziert. Zuvor jjedoch war sie kosmisch-lebendig und bewegt.

Erika Stolze

„Leben“ und „Mechanik“ schließen einander aus

„Die Atmung ist eine Bewegung

und Bewegung ist Ausdruck eines willentlichen Lebens.“

Zitat aus dem Buch „Der freie Atem und der Lichtseelenprozess“ von Heinz Grill

„Leben ist Bewegung und Atem ist auch Bewegung.

Bewegung und Atem sind eins.“

Ilse Middendorf bei einem Intervieuw mit der Zeitschrift Pierrot

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